Zur Person

Bernd Fesel

Bernd Fesel studierte Betriebswirtschaft und Philosophie in Heidelberg und Bonn. Seit 1990 im Kunstmarkt tätig, wurde er 1997 Geschäftsführer des Deutschen und später des Europäischen Galerienverbands. Er war Sprecher des Kunstrates Deutschland und Mitglied im Deutschen Kulturrat. 2003 gründete er das Büro für Kulturpolitik und Kulturwirtschaft und arbeitete als Berater für die Deutsche UNESCO Kommission und das Auswärtige Amt. Von 2004 bis 2009 organisierte er die erste Nationale Tagung für Kultur- und Kreativwirtschaft in Berlin, ab 2010 den European Creative Industries Summit in Brüssel.
Bernd Fesel war Seniorberater für die Europäische Kulturhauptstadt RUHR.2010 und seit 2011 für das european centre for creative economy (ecce). Fesel ist Gründungsmitglied und Direktor des European Creative Business Network (ECBN) mit Sitz in Rotterdam, das mit 45 Mitgliedern in 24 Staaten die Interessen der europäischen Kreativwirtschaft in Brüssel vertritt.

Bernd Fesel zu seinem Themenfeld:

„Kreativschaffende der Kultur- und Kreativwirtschaft sind nach der Definition der Wirtschaftsministerkonferenz Angehörige der freien Berufe sowie Klein- und Kleinstbetriebe, die „überwiegend erwerbswirtschaftlich orientiert sind und sich mit der Schaffung, Produktion, Verteilung und/oder medialen Verbreitung von kulturellen/kreativen Gütern und Dienstleistungen befassen.“ Daneben gibt es die Angestellten bei öffentlichen Einrichtungen wie Museen, Theatern, Orchestern in öffentlicher Trägerschaft, Kultur- und Kunstvereinen oder Stiftungen.

In Deutschland sind im Jahr 2016 in der Kultur- und Kreativwirtschaft über eine Million Menschen erwerbstätig, davon mehr als 253.000 als selbständige Freiberuflerinnen und Freiberufler oder gewerbliche Unternehmerinnen und Unternehmer sowie über 864.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Berücksichtigt man auch die geringfügig Beschäftigten und geringfügig Tätigen, sind sogar mehr als 1,6 Millionen Erwerbstätige in der Kultur- und Kreativbranche aktiv. Die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nahm 2016 gegenüber dem Vorjahr um mehr als 3,5 Prozent zu.“