
Wie Geschlecht Karrieren prägt und was sich verändern muss. Ein generationsübergreifender Austausch mit Prof. Manuela Rousseau.
Ein Rückblick von Ann-Leonie Niss & Nell Scheffler (37. Jahrgang, Master Kultur- und Medienmanagement)
Reicht Mut allein? Diese Frage stand am Anfang unseres Abends mit Prof. Manuela Rousseau und eins ist klar: sie wird uns noch lange beschäftigen.

Manuela Rousseau plädiert für Mut. Dafür, sich etwas zuzutrauen, sichtbar zu werden, Chancen zu ergreifen und den eigenen Weg nicht kleiner zu machen, als er ist. Gleichzeitig bleibt für uns die Frage im Raum: Reicht Mut allein wirklich aus? Denn so wichtig Mut ist, er entsteht nicht im luftleeren Raum. Er braucht Bedingungen, die ihn ermöglichen. Deshalb müssen wir auch fragen: Wer wird ermutigt? Wem werden Kompetenzen zugeschrieben? Und wer bekommt Zugang zu Netzwerken, Räumen und am Ende den Platz am Tisch?

Genau darüber durften wir im Rahmen unserer Veranstaltung “Reicht Mut allein? Wie Geschlecht Karrieren prägt und was sich verändern muss” am 10. Juni 2026 mit einer Persönlichkeit sprechen, die selbst einen beeindruckenden Weg gegangen ist. Geprägt von Widerständen, Durchsetzungskraft und einem klaren Willen zur Veränderung:
Liebe Manuela, vielen Dank für deine Offenheit, die persönlichen Einblicke, dein Vertrauen in uns und deine Bereitschaft, auch kritische Fragen und Differenzen mit uns auszuhandeln.
Die Veranstaltung hat einen Raum für einen ehrlichen, generationsübergreifenden Austausch geschaffen. Sie hat gezeigt, was möglich wird, wenn ein Raum offen genug für ehrliche Fragen ist und Menschen bereit sind, ihre Perspektiven zu teilen. Dabei lag die Besonderheit des Abends für uns darin, unsere Professorin einmal außerhalb des Seminarraums zu erleben. Wir konnten Geschichten hören, Erfahrungen nachvollziehen und Perspektiven kennenlernen, die sich nicht aus einem Lebenslauf erschließen. Solche Begegnungen sind selten und gerade deshalb so wertvoll.

Ein besonderer Dank gilt auch dem Institut für Kultur- und Medienmanagement, dem KMM Netzwerk e.V. und unserer Institutsleitung Prof. Dr. Barbara Hans, die uns das Vertrauen geschenkt haben, dieses Format als Pilotprojekt umzusetzen und damit einen Raum für neue Formen des Austauschs zu schaffen.
Ebenso bedanken wir uns bei allen Gäst:innen, die dabei waren, mitgedacht, nachgefragt und sich insbesondere an der anschließenden Diskussion so engagiert beteiligt haben. Genau dadurch wurde der Abend zu dem, was wir uns erhofft haben: kein Vortrag mit klarem Ausgang, sondern ein Gespräch, das weitergeht.
Fotos: Ali Khademi / www.alikhademi.de und Olivia Kusch