Foto: Med Badr Chemmaoui

Viele Jahre leiteten die „Meisterstücke“ die finale Phase des KMM-Präsenzstudiums ein: Die in allen Studienmodulen erworbenen Kenntnisse, Kompetenzen und Ideen flossen ein in die detaillierte Ausarbeitung einer Geschäftsidee. Diese wurde dann einem potentiellen Investorenpublikum professionell präsentiert.

Gründungsgeist und unternehmerisches Denken im KMM-Studium

Mit einigen innovativen Neuerungen ging 2019 erstmals das Nachfolgeformat an den Start: Die „Cultural Entrepreneurship Projects“ (kurz CEP) bilden ein neues Herzstück im KMM-Studium. Unverändert ist die Idee, Gründungsgeist und unternehmerisches Denken im KMM-Studium ein Format zu geben, in dem Gelerntes aus dem Studium zur Anwendung kommt. Ebenso geblieben ist das professionelle Setting bei der finalen Präsentation: Bei der Premiere 2019 wurde durch eine unabhängige Jury sogar ein Gründungsstipendium in Höhe von 15.000 € vergeben.

Neu ist in diesem Jahr u.a. das zwei-Pfad-Modell, das den Studierenden mehr Freiheiten bei der individuellen Schwerpunktsetzung bietet und so Neugierde und Experimentierfreude fördern soll: Je nach individueller Neigung können Studierende sich aufs klassische Ausarbeiten eines Business Plans fokussieren, wobei die Entwicklung eines wirtschaftlich tragfähigen Konzepts von großer Relevanz ist. Alternativ kann man das Gewicht auf eine ausführlichere inhaltlich-konzeptionelle Ausarbeitung eines Prototypen für ein unternehmerisches Angebot (Produkt, Dienstleistung etc.) legen, wobei es sich auch um Projekte im Non-Profit-Sektor handeln kann. Eine Skizzierung der wirtschaftlichen Aspekte soll zwar ebenfalls erfolgen, spielt aber auf diesem Pfad eine untergeordnete Rolle, etwa gegenüber der Zusammenarbeit mit künftigen Stakeholdern.

„Unternehmen ist das Gegenteil von Unterlassen“

Nachdem in den letzten Monaten strategische Partnerschaften mit verschiedenen Institutionen sowie Personen (mögliche Mentor*innen, Coaches, Juror*innen etc.) geschlossen wurden, hat letzte Woche die Kick-Off-Veranstaltung mit den Studierenden des 30. Jahrgangs stattgefunden. Nach einer Einführung durch Prof. Dr. Martin Zierold, in welcher das Konzept, der Ablauf und die Formalia vorgestellt bzw. besprochen wurden, folgte ein Workshop mit Christoph Backes zum Thema: „Unternehmen ist das Gegenteil von Unterlassen“.

Christoph Backes ist nicht nur Geschäftsführer und Vorstand des u-instituts in Berlin – er ist auch Wirtschaftswissenschaftler, Unternehmensberater und Theater-Schauspieler.

Präsentation der „Cultural Entrepreneurship Projects“ am 26./27. Februar 2020

Im Anschluss an die Kick-Off-Veranstaltung erarbeiten die Studierenden in der zweiten Projektphase einzeln oder in Kleinteams die Business Pläne und einen Pitch für ihre jeweiligen „Cultural Entrepreneurship Projects“. Sie werden dabei durch Lehrveranstaltungen des Instituts unterstützt und können nach Bedarf auf Coaches und Mentor*innen zurückgreifen. Ende Februar werden die Studierenden ihre Projekte vor der Jury in einem öffentlichen Event präsentieren – wir sind schon sehr gespannt und werden berichten!